Kreisgruppe Stormarn

Vögel beobachten im wilden Billetal

Auf verschlungenen Pfaden umgeben von zart aufblühender und vielfältiger Frühjahrsvegetation erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der VHS/BUND-Exkursion am 30. April 2022 ausgerüstet mit Fernglas und guter Laune bei schönstem frühlingshaften Wetter von Aumühle und dem Mühlenteich startend entlang der Schwarzen Au und der Bille die vielfältige Vogelwelt mit dem BUND-Vogelexperten Dr. Volker Sokollek, der natürlich viele Informationen aber auch kleine interessante Anekdoten aus dem lokalen Vogelreich zu erzählen hatte.

Da brütete ein hoheitlich anmutender Höckerschwan im Mühlenteich – er hatte dem Blässhuhn das angefangene Nest streitig zu machen gewusst. Da hörten wir von der hier lebenden Skandinavischen Wasseramsel (zu erkennen an der weißen Brust), die jetzt hier ganzjährig ihr Quartier aufgeschlagen hatte. Ein besonderer und wohl Deutschland weit gesehen einzigartiger Bestand, so Volker Sokollek, und so waren Gruppe und Gruppenleiter umso begeisterter als Muttervogel und sogar Jungvogel entdeckt werden konnten. Die hübsche Gebirgsstelze mit fröhlich hüpfendem Flug faszinierte ebenso. Nach diesem ereignisreichen Auftakt ging es durch das idyllische Billetal zwischen Aumühle und Gut Silk. Immer wieder konnte man innehalten, entdeckte Kleiber und Buntspecht und lauschte dem vielfältigen Gesang der Vögel, den der Gruppenleiter beeindruckend zu interpretieren wusste, ob Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Singdrossel oder Eichelhäher. Die Flora mit aufbrechenden Farnen, großer Sternmiere, Gundermann, Sumpfdotterblume und gelbem Windröschen verzauberte zusammen mit der mäandernden Bille und dem ersten Grün der Bäume und rundete die Entdeckungstour in einem großen Farben- und Klangspiel ab. Ein Schmaus nicht nur für die Ohren, sondern auch für die Augen.

Auch die Gespräche über Sorgen nachlassender Artenvielfalt und der vielfältigen Anstrengungen von Naturschützern kamen nicht zu kurz und stimmten angesichts der den Gärten entflohenen Kirschlorbeerbüschen und des invasiven Japanknöterichs auf dem Nachhauseweg sehr nachdenklich.

Danke für diesen besonderen Vormittag.