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Volles Haus und große Themen: 5 Jahre BUND Ahrensburg

23. Juni 2026

Volles Haus, starke Impulse und lebendiger Austausch: Zum 5-jährigen Jubiläum durften wir viele Gäste aus Naturschutz, Politik und Verwaltung begrüßen. Gemeinsam haben wir Ideen für mehr Biodiversität in unserer Stadt diskutiert – und gezeigt, wie wichtig der Dialog für den Naturschutz von morgen ist.

Der Landesvorsitzende des BUND Schleswig-Holstein, Dietmar Ulbrich, während seines Vortrags über Möglichkeiten zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt. Foto: Martin Pommerening

Zu unserem fünfjährigen Bestehen haben wir als BUND-Ortsgruppe Ahrensburg alle rund 400 Mitglieder, weitere Naturschutzverbände sowie Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung eingeladen – und wir haben uns sehr gefreut, wie viele unserer Einladung gefolgt sind. Unter den Gästen durften wir unter anderem Uwe Gaumann als stellvertretenden Bürgervorsteher, Bürgermeister Boege, Vertreter*innen der Parteien, Dr. Köpke als Vorsitzenden des Umweltausschusses, Jan Richter aus der Verwaltung sowie Frau Thies vom Bauhof begrüßen, die uns seit langem tatkräftig unterstützt. Besonders beeindruckt hat uns die große Beteiligung der anderen Umweltvereine. Der große Raum im Peter-Rantzau-Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Als Festredner konnten wir den Landesvorsitzenden des BUND Schleswig-Holstein, Dietmar Ulbrich, gewinnen. Aus seiner Erfahrung als Landschaftsarchitekt zeigte er eindrücklich, wie sich eine kommunale Biodiversitätsstrategie konkret umsetzen lässt. Er erinnerte uns an das, was wir zwar alle wissen, aber viel zu selten in den Mittelpunkt stellen: das dramatische Verschwinden von Tierarten – insbesondere von Insekten – und die unverzichtbaren Leistungen, die sie für uns erbringen, etwa für unsere Ernährung, fruchtbare Böden und sauberes Wasser.

Gemeinsam haben wir darüber nachgedacht, wie wir dem entgegenwirken können. Dazu gehört, unsere Stadt genau unter die Lupe zu nehmen: Wo können Flächen ökologisch aufgewertet werden? Wo lassen sich Teiche pflegen oder neu anlegen? Auch sogenannte „Eh-da-Flächen“, bislang ungenutzte Bereiche wie Straßenränder, bieten großes Potenzial für neue Blühflächen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Straßenbeleuchtung: möglichst insektenfreundlich, nach unten gerichtet, mit warmem, gelbem Licht und – wo möglich – mit Bewegungsmeldern. Uns wurde dabei einmal mehr bewusst, wie viel Leben sich gerade nachts abspielt.

Beim anschließenden Buffet sind wir miteinander ins Gespräch gekommen, haben neue Kontakte geknüpft und lebendig diskutiert. Einige dieser Gespräche haben wir später auch ins Plenum getragen. So berichtete ein Vertreter des NABU aus seiner langjährigen Erfahrung, dass Planungen zum Naturschutz in der Vergangenheit immer wieder zurückgenommen wurden – eine Einschätzung, der der Bürgermeister widersprach. Für uns ein deutliches Zeichen, wie wichtig der Austausch ist und dass wir noch intensiver miteinander ins Gespräch kommen müssen.

Wir nehmen aus diesem Abend viel mit: neue Impulse, neue Kontakte und den klaren Wunsch, den Dialog weiterzuführen. Für uns war es ein rundum gelungener erster Schritt.

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