Kreisgruppe Stormarn

Standortsuche für ein Atommüllendlager – Beteiligung der Öffentlichkeit erwünscht

29. Januar 2021

Große Teile Stormarns scheinen für ein Atommüll-Endlager infrage zu kommen. Die geeigneten Tonformationen reichen von Reinbek über Ahrensburg, Trittau und Bad Oldesloe bis Reinfeld.

Mit der Veröffentlichung des "Zwischenberichts Teilgebiete" hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) Ende September 2020 deutschlandweit Regionen vorgestellt, die für eine Endlagerung von Atommüll in Frage kommen. Der Bericht stellt einen Zwischenstand der Arbeiten der BGE dar und dient als Grundlage für die Öffentlichkeitsbeteiligung, bevor Fakten geschaffen werden. Dem Zwischenbericht liegen ausschließlich geologische Kriterien zugrunde. Raumplanerische Aspekte wie zum Beispiel Abstand zur Wohnbebauung oder Nähe zu Naturschutzgebieten spielen erst in den weiteren Arbeitsschritten eine Rolle.

Als Ergebnis dieses Berichts sind 90 Gebiete und mehr als die Hälfte (54 %) der Landesfläche Deutschlands potentiell für eine Atommüll-Endlagerung geeignet, auch große Teile Schleswig-Holsteins sind dabei.

Über eine Online-Plattform können sich alle interessierten Bürger*innen beteiligen und den Zwischenbericht kommentieren. www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete/

Im Anschluss an die Veröffentlichung des Berichts hat das zuständige Bundesamt für die Sicherheit nuklearer Entsorgung (BASE) die Ergebnisse im Oktober 2020 in der "Fachkonferenz Teilgebiete" öffentlich präsentiert. Weitere Veranstaltungen folgen im Februar, April und Juni 2021. Jede/r Bürger*in kann hier teilnehmen.
Anmeldeschluss für den 1. Beratungstermin der Fachkonferenz Teilgebiete vom 5. - 7. Februar ist der 29. Januar. Bringen Sie sich ein!

Zur Anmeldung www.endlagersuche-infoplattform.de/webs/Endlagersuche/DE/Fachkonferenz/fachkonferenz_node.html

Weitere Informationen zur Atommüllendlagersuche finden Sie hier.

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